trocknen

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trock|nen ['trɔknən], trocknete, getrocknet:
1. <tr.; hat
a) trocken machen, trocken werden lassen:
Holz [am Ofen] trocknen; sie hat ihre Haare getrocknet.
Syn.: abtrocknen.
b) trocknend beseitigen, entfernen, zum Verschwinden bringen:
sie trocknete den Fleck mit einem Tuch.
c) einer Sache Feuchtigkeit, Wasser entziehen, um sie haltbar zu machen:
Äpfel, Pflaumen, Aprikosen trocknen.
Syn.: dörren.
2. <itr.; ist trocken werden (als erwünschtes Ergebnis in Bezug auf etwas, was üblicherweise nicht nass, feucht ist):
die Wäsche ist schnell getrocknet.
Syn.: abtrocknen, dorren (geh.), vertrocknen.
Zus.: antrocknen, austrocknen, eintrocknen, vertrocknen.
 
• trocknen/austrocknen
Von austrocknen spricht man, wenn etwas (z. B. Sümpfen, Wäldern, Böden, der Haut) die ihm eigene Feuchtigkeit entzogen wird. Häufig ist das Austrocknen nicht erwünscht:
– Die Sonne hat den Boden völlig ausgetrocknet.
– Ihre Haut war ausgetrocknet.
Trocknen wird dagegen verwendet, wenn man etwas (das vorher nass gemacht worden ist) absichtlich wieder trocknet oder trocknen lässt:
– Die Wäsche trocknet auf der Leine.
– Sie trocknet die Haare mit dem Föhn.
– In diesem Laden gibt es frische und getrocknete Feigen zu kaufen.

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trọck|nen 〈V.〉
I 〈V. intr.; isttrocken werden ● Farben, Kleider \trocknen lassen; Wäsche zum Trocknen an die Luft od. Sonne legen; \trocknende Öle fette Ö., die durch Aufnahme von Luftsauerstoff oxidieren u. dann auf der Unterlage einen festhaftenden Film bilden, z. B. Leinöl
II 〈V. tr.; hat〉 etwas \trocknen trockenmachen ● sich das Haar \trocknen; Obst, Gemüse, Pflanzen \trocknen; sich die (schweißnasse) Stirn \trocknen; Wäsche \trocknen; getrocknetes Obst, Gemüse; getrocknete Pflanzen

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Trọck|nen; Syn.: Trocknung: das vollständige Entfernen flüssiger Bestandteile (meist Wasser) aus gasförmigen, fl. oder festen feuchten Stoffen, z. B. durch Verdampfen, Verdunstenlassen, Ausfrieren, Sublimation, Adsorption oder Absorption an Trockenmitteln, unter Anwendung von Wärme, Luftströmen, Infrarot-, Hochfrequenz- oder Mikrowellenstrahlung, Unterdruck, Rotation, Zentrifugation, Wirbelschichten u. durch Kombination dieser Prozesse. Laboratoriumsgeräte zum T. sind Exsikkatoren, Trockenschränke, Trockenrohre, Trockentürme.

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trọck|nen <sw. V.> [aus mhd. truckenen, ahd. truckanēn = trocken werden u. mhd. trücke(ne)n, ahd. trucknen = trocken machen]:
1. <ist/(auch:) hat> trocken (1 a, c) werden, nach u. nach seine Feuchtigkeit, Nässe verlieren:
etw. trocknet schnell, leicht, gut, nur langsam, schlecht;
die Wäsche trocknet an der Luft, auf der Leine, im Wind;
die aufgehängten Netze sind schon/haben schon getrocknet;
er ließ sich [in der Sonne] t.
2. <hat>
a) trocken (1 a) machen, werden lassen:
die Wäsche auf dem Balkon t.;
die Haare mit einem Föhn t.;
der Wind hatte ihre Kleider schon wieder getrocknet;
seine Stirn, seine Augen mit einem Taschentuch t.;
sie trocknete dem Kind den Kopf;
ich trockne mir die Hände an der Schürze;
b) trocknend (2 a) beseitigen, entfernen, zum Verschwinden bringen:
sie versuchte rasch, den ausgelaufenen Wein, den Fleck zu t.;
c) einer Sache Feuchtigkeit, Wasser entziehen, um sie haltbar zu machen; dörren:
Äpfel, Pflaumen, Pilze, Gemüse t.;
das Fleisch wird an der Luft getrocknet;
getrocknete Erbsen.

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trọck|nen <sw. V.> [aus mhd. truckenen, ahd. truckanēn = trocken werden u. mhd. trücke(ne)n, ahd. trucknen = trocken machen]: 1. trocken (1 a, c) werden, nach u. nach seine Feuchtigkeit, Nässe verlieren <ist/(auch:) hat>: etw. trocknet schnell, leicht, gut, nur langsam, schlecht; die Wäsche trocknet an der Luft, auf der Leine, im Wind; die aufgehängten Netze sind schon/haben schon getrocknet; er ließ sich [in der Sonne] t.; Sie ließ die Tränen, die sie noch am Nasenflügel kitzelten, einfach t. (Sommer, Und keiner 5); <subst.:> Er legt seine gewaschenen Socken zum Trocknen aufs Gras (Remarque, Westen 34). 2. <hat> a) trocken (1 a) machen, werden lassen: die Wäsche auf dem Balkon t.; die Haare mit einem Föhn t.; Schneeketten nach Gebrauch mit Wasser reinigen und vor dem Verpacken gut t. (a & r 2, 1997, 125); der Wind hatte ihre Kleider schon wieder getrocknet; seine Stirn, seine Augen mit einem Taschentuch t.; sie trocknete dem Kind den Kopf; ich trockne mir die Hände an der Schürze; du kannst dich von der Sonne t. lassen; Sie findet es nicht selbstverständlich, dass er das Gespülte trocknet (abtrocknet; Frisch, Montauk 101); b) trocknend (2 a) beseitigen, entfernen, zum Verschwinden bringen: sie versuchte rasch, den ausgelaufenen Wein, den Fleck zu t.; hast du dir die Tränen, den Schweiß getrocknet?; c) einer Sache Feuchtigkeit, Wasser entziehen, um sie haltbar zu machen; dörren: Äpfel, Pflaumen, Pilze, Gemüse t.; das Fleisch wird an der Luft getrocknet; getrocknete Erbsen; Schnell krochen wir in einen Berg getrockneter Apfelschalen (Kempowski, Uns 42).

Universal-Lexikon. 2012.

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  • trocknen — trọck·nen; trocknete, hat / ist getrocknet; [Vt] (hat) 1 etwas trocknen etwas Nasses oder Feuchtes trocken machen, indem man es reibt o.Ä.: Sie trocknet ihre Haare 2 etwas trocknen etwas trocken werden lassen: Ich trockne die Wäsche auf dem… …   Langenscheidt Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache

  • trocknen — 1. austrocknen, dörren, durchtrocknen, eintrocknen, seine Feuchtigkeit/Nässe verlieren, trocken werden, vertrocknen; (geh.): dorren. 2. a) abfrottieren, abreiben, abtrocknen, frottieren, trocken machen, trocken reiben, trocken werden lassen;… …   Das Wörterbuch der Synonyme

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